Reise nach Okinawa – 9. Tag – 6.08.2017

8:30 Uhr aufstehen, 9:00 Uhr Frühstück. Um 10 Uhr starten wir dann zu Fuß zu einem öffentlichen Park (Matsuyama koen) wo ein Denkmal für die 36 Familien aus China stand. Um 12:30 Uhr geht es dann zu einem großen Schrein (Naminoue Schrein) am Strand. Von hier aus dann endlich an den Strand zum Baden. Hier sind wir dann auch alle sehr lange im Wasser. Nach dem Duschen dort haben wir noch Florians Truppe getroffen. Vom Strand geht es dann noch zum chinesischen Garten, Fukushu-en. Ein sehr schöner kleiner Garten.

Danach geht es mal wieder zur Kokusaidori, hier sind heute traditionelle Trommelvorführung (Eisa). Hier schauen wir uns dann noch zwei Gruppen an und dann geht es ab zurück. Um 17 Uhr gehen wir dann wieder in das Restaurant in der Nähe zum Abendessen. Anschließend kommt dann noch unser Urlaubsspecial: Auf zur Dojobar. Hier werden erst einmal die Räumlichkeiten gecheckt. Alle Wände sind signiert und es gibt eine Menge ausgestellte Dinge (Waffen, Gis, usw) Dort hatten alle eine Menge Spaß. Um 21 Uhr geht es dann aber zurück, Montag steht noch was auf dem Programm. Um 22:30 Uhr geht es dann ins Bett.

M&M


Fukushu-en

Und wieder ein Garten. Diesmal aber kein alter, sondern ein erst vor wenigen Jahren erbauter Garten. Er soll die Jahrhunderte alten guten Beziehungen zwischen der Stadt Fuzhou in China und Naha bekräftigen. Dazu wurde der in Kume errichtet, dem Stadtteil, der früher als eigenständiger Ort auf die sogenannten 36 Familien zurück geht. 1392 wurden 36 Familien (ob es genau 36 Familien waren, ist nicht bekannt) von Fuzhou nach Okinawa gebracht, um dort Handwerkstechniken und Techniken der öffentlichen Verwaltung zu lehren und um eine dauerhafte chinesische Residenz in Kume zu erreichten. Diese 36 Familien, denen zu Ehren es im Matsuyama-koen ein Denkmal errichtet wurde, leben noch heute z.T. auf Okinawa. Der derzeitige Bürgermeister von Naha zum Beispiel stammt von einer dieser Familie ab. Aber – auch hier schließt sich wieder der Kreis zu den Kampfkünsten – sehr wahrscheinlich haben sie auch chinesische Kampfkünste mit nach Okinawa gebracht. So wurde Kume ein Zentrum für chinesisch geprägte Kampfkünste. Daraus entstammen die späteren Stile des Naha-te, z.B. das Goju ryu Karate. Eine dieser Familien, die Familie Kojo (chinesisch Cai) steht insbesondere für Kampfkunst. Noch heute gibt es dem Familienstil, das Kojo ryu Karate.

Insofern war auch der Besuch des neuen Fukushu-en eine Reise in die Vergangenheit Okinawas und der Kampfkünste.

Thomas


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