Traditionelles Trainingslager in Letmathe
Zum mittlerweile 9. Mal fand das dojointerne Trainingslager des Oshiro Dojo Schwerte im SGV-Wanderheim in Letmathe vom 15.-17. Mai statt.
Auch wenn das Wetter sich in diesem Jahr nicht von der besten Seite zeigte, war die Teilnehmerzahl doch sehr groß. Sämtliche Betten waren „ausgebucht“ und zahlreiche „Heimschläfer“ sorgten tagsüber für ein volles Haus.
Das Programm hatte es mal wieder in sich. Der Freitag begann nach der Anreise mit der Möglichkeit, unter Anleitung von Gerrit Tonfajutsu zu üben. Alternativ konnte man bei Thomas sich im Hachiman ryu Battojutsu der Schwertkunst zu widmen.
Am Samstagmorgen ging es mit einer längeren Renzoku geiko mit zahlreichen Angriffen und dagegen gerichteten Verteidigungen weiter. Auch wenn einige Teilnehmer diese schon kannten, so rauchten am Ende doch bei allen die Köpfe, waren es doch mehr als ein Dutzend Kombinationen, die man nicht nur im Kopf haben musste, sondern auch geschickt mit/gegen den jeweiligen Partner einsetzen musste. Die Herausforderungen waren groß: Timing, Distanz, Positionierung des Körpers wollten genauso sitzen wie die klassischen application principles (nach Patrick McCarthy) „location, angle, direction, intensity, tool“, die darüber entscheiden ob die Technik (egal ob Schlag, Hebel etc.) wirkt oder eben nicht. Im Üben ergaben sich da durchaus viele Fragen und manche Konstellationen (wie z.B. ein deutlich größerer Partner) brauchten alternative Antworten.
Am Nachmittag beschäftigte ein Thema die Teilnehmer, das in einem Karatedojo eher selten Trainingsinhalt ist: Gewaltprävention. Meist stellen wir uns ja die Frage, was ist zu tun, wenn uns schon physische Gewalt angetan wird, wir also angegriffen werden. Diesmal ging es um die Frage: wie können wir verhindern, dass wir überhaupt in solch eine Situation kommen. Gerrit hatte sich in diesem Bereich weitergebildet und gab sein Wissen zum besten. Anhand diverser Übungen konnten sich die Teilnehmer mit dem Thema Gewalt beschäftigen und auch üben, dieser aus dem Weg zu gehen. Wir haben uns entschieden, diesem Thema zukünftig mehr Zeit zu widmen, insbesondere im Kindertraining.
Die üblichen morgendlichen Qigong- und Yogaeinheiten sowie die abendlichen Werwolfrunden brauchen eigentlich nicht mehr erwähnt werden. Klassiker, die zu Letmathe gehören wie das leckere Abendessen vom Grill (danke an die Grillmeister).
Was hängen geblieben ist? Neue Themen sorgen für Abwechslung. Die Biertrinker waren abwesend. Dafür war die Jugend stark vertreten. Und das ist gut so.
Und am Ende? Wir freuen uns auf Letmathe 2027. Zum 10. Mal! Das werden wir feiern.
Danke an alle, die dazu beigetragen haben, dass das Trainingslager wieder ein Erfolg war – insbesondere, Gerrit, die Küchen-Feen, Manu und Mani (fürs Vorbereiten) und das Grillteam.












