Reise nach Okinawa – 8. Tag – 5.08.2017

7:45 Uhr aufstehen und 8:15 Uhr Frühstück. Um 9:10 Uhr geht es dann los zum Budokan. Hier treffen wir unterwegs auf Japans Sumoringernachwuchs. 🙂

Um 10 Uhr startet die Vorführung vor vielen Verwandten Shihans – jedes Land hat Vorführungen vorbereitet. Davor gibt es noch für die Prüfungsteilnehmer vom Mittwoch ihre Urkunden – der höchste verliehene Grad ist der 8.Dan. Gegen 11 Uhr ist Ende. Nach einem kurzen Mittagessen treffen wir uns an der Pension und fahren mit zwei Taxen los zum japanischen Park Shikina-en. Dort drehen wir eine Runde und machen wieder viele schöne Bilder. Um 15:45 Uhr geht es dann wieder zurück zum Hotel. 17:10 Uhr treffen wir uns um zur Kokusaidori zur Abschlussfeier aller Teilnehmer zu gehen. Dort gibt es wieder jede Menge Gänge und viele lustige Geschichten von Tomoko Sensei. Um 21 Uhr ist dann Ende und alle verabschieden sich noch voneinander. Gegen 23 Uhr geht es dann ins Bett.

M&M


 

Der Shikina-en (Shikina-Park)

Als zweite Residenz der königlichen Familie der Ryukyus angelegt, befindet sich der Shikina-en auf einem Hügel im heutigen Naha. Er wurde bereits im 18. Jahrhundert angelegt und hatte zusätzlich die Funktion, als Empfangsort für ausländische Delegationen, insbesondere chinesischen Gesandtschaften (Sapposhi) zu dienen. Der Park enthält neben vielen verschiedenen Pflanzen diverse Häuser, die insbesondere der Unterkunft der königlichen Familie und deren Gästen dienten. Die üblichen Quellen, Teiche, Brücken und Tore fehlen natürlich auch nicht. Besonderheit ist aber ein Aussichtspunkt, von dem aus man nicht das Meer sehen kann. Geschaffen wurde dieser, um Besuchern deutlich zu machen, dass Okinawa doch nicht so klein ist (dass man das Meer von jedem Punkt aus sehen kann).

Der heutige Garten wurde ab 1975 wieder errichtet, da er im 2. Weltkrieg komplett zerstört wurde. Heute ist es ein Unesco-Weltkulturerbe und immer einen Besuch wert.

Die Verbindung zu den okinawanischen Kampfkünsten besteht darin, dass die chinesischen Gesandten (Sapposhi) zu Gast waren. Diese waren auch sehr wahrscheinlich Überträger von Kampfkünsten. Die großen Gesandtschaften sorgten dafür, dass chinesische Kampfkünste nach Okinawa kamen. Bekanntester Sapposhi war ein Mann namens Wang Ji, der die im Shorin ryu Karate bekannte Kata Wanshu entwickelt oder zumindest nach Okinawa gebracht haben soll (im Rahmen seiner Reise nach Okinawa im Jahr 1683). So zumindest die mündliche Überlieferung.

Thomas


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